Demenz-Training und weitere Angebote
Personen mit Demenz wissen um ihre Krankheit. Sie sind die ersten, die bemerken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sie müssen sich damit beschäftigen, damit umgehen lernen, akzeptieren, sich anpassen.
Wir alle anderen auch.
Am Beginn: Bevor das Training beginnt, gibt es ausführliche Biografiegespräche mit der betroffenen Person und ihren Angehörigen. Ich muss wissen, wie das Leben der Person mit Demenz verlaufen ist, wie die Familie aussieht, welche Vorlieben es gibt und welche Themen ich vermeide. Je mehr ich weiß, desto besser ist das Training auf die Person abgestimmt.
Wie sieht das Demenz-Training aus und wie lange dauert es?
Jede Trainingseinheit hat ein bestimmtes Thema und dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Dabei gibt es immer verschiedene Übungen und Methoden wie Bewegung, Gedächtnistraining oder auch Spiele.
Die Bedeutung und das Ausmaß der einzelnen Methoden in den Einheiten verändern sich je nach Stadium der Demenzerkrankung. Das Training wird immer an die Personen angepasst.
Ganz wichtig sind dabei Humor und viel Spaß. Menschen mit Demenz können sich nicht erinnern, wie ich heiße oder wer ich bin, aber sie wissen, dass die Trainingseinheiten angenehme Stunden sind, in denen sie viel lachen, etwas üben oder neu lernen, motiviert sind und viele Erfolgserlebnisse haben. Es ist ein Training mit und für Hirn und Herz.
Da Demenz-Training in jedem Stadium durchgeführt werden kann, können Personen mit Demenz diese Trainings oft viele Jahre lang machen.
Angebote für Menschen mit Demenz
a) Demenz-Training für Einzelpersonen:
Bei einem Einzeltraining wird die gesamte Zeit der Person mit Demenz gewidmet. 1,5 bis 2 Stunden mag lange erscheinen, aber durch die Abwechslung der Methoden vergeht die Zeit sehr schnell. Die Festlegung eines einzigen Themas erleichtert die Konzentration.
Einzeltrainings findet in und um Frauenkirchen bei der Person mit Demenz zu Hause statt.
b) Demenz-Training für Gruppen:
Beim Gruppentraining kommen mehrere Personen mit Demenz zusammen, im besten Fall alle in ungefähr dem gleichen Stadium. Es gibt auch hier immer nur ein Thema und es werden alle Methoden angeboten. In einer Gruppe fällt es oft leichter, etwas zu sagen oder es macht weniger, wenn man einmal gar nicht viel sprechen möchte. Außerdem entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl und es können sich Freundschaften entwickeln.
Der Ort für Gruppentrainings steht noch nicht fest.
Angebote für Menschen ohne Demenz: Prophylaxe-Training
Prophylaxe-Training ist ein sehr intensives Gruppentraining für Menschen ohne Demenz, die ihr Gehirn und ihr Gedächtnis fit halten und fordern möchten. Besonders trainiert wird hier das Kurzzeitgedächtnis. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Merktechniken, benützen verschiedene Hirnregionen in unterschiedlichsten Übungen, können sich vergleichen, steigern ihre geistigen Kompetenzen und lernen dabei auch viel Neues.
Werden Sie Teil der Prophy-Gruppe!
Angebote für Angehörige von Personen im Demenz-Training
a) Gespräche mit Angehörigen:
Erhalten Sie Antworten auf Fragen wie diese:
- Was passiert mit der Person mit Demenz? Wie verändert sie sich?
- Wie spreche ich mit der Person mit Demenz?
- Was kann ich noch gemeinsam mit dem oder der Angehörigen machen? Wie gehe ich mit ihm oder ihr um?
- Was sage ich anderen Personen über die Demenzerkrankung in meiner Familie?
- Woher bekomme ich Hilfe?
- Wie kann ich mich selbst vor Demenz schützen?
- Ist Demenz erblich?
Brauchen Sie einen inhaltlichen Austausch zum Thema oder einfach nur jemanden, der Ihnen zuhört und dem es wichtig ist, wie es Ihnen geht? Oder Wissen Sie gerade überhaupt nicht weiter? Ich bin auch für Sie da!
b) Spezialangebote für mehr Freizeit für Angehörige:
2 bis 3 Stunden mehr Freizeit für Sie als Angehörige. In dieser Zeit gehe ich mit der an Demenz erkrankten Person spazieren oder ins Kaffeehaus, wir backen Kuchen, schauen einen Film an und so weiter. Uns fällt immer etwas ein.